Suchen Sie einen geeigneten Arbeitsstuhl für die Werkstatt, das Labor, die Produktion oder einen Montagetisch? Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, damit der Stuhl den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsbereichs genau entspricht. Wir haben 7 praktische Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Wahl des richtigen Werkstattstuhls helfen. Lesen Sie jetzt mehr!
In diesem Artikel erfahren Sie unter anderem, wie Sie die Höhe des Stuhls an den jeweiligen Arbeitsplatz anpassen, wann ein Fußring wichtig ist und welches Material sich für die vorgesehene Arbeitsumgebung eignet. Außerdem erklären wir, ob Rollen oder Gleiter die bessere Wahl sind, worauf Sie bei Belastbarkeit, Stabilität und Sitzmaßen achten sollten und wann ein ESD-Arbeitsstuhl erforderlich ist.
Die Grundlage für die richtige Auswahl eines Arbeitsstuhls ist zunächst die genaue Vermessung des gesamten Arbeitsplatzes. Bei der Wahl des passenden Sitzhöhenbereichs müssen nicht nur die Höhe des Arbeitstisches, sondern auch die Maschine, das Werkstück oder die Montagefläche berücksichtigt werden, an der der Stuhl eingesetzt wird.
Die Arbeitsfläche sollte etwa 25–30 cm höher als die Sitzfläche des Stuhls sein. Entscheidend sind jedoch immer auch die Körpergröße des Benutzers und die Art der ausgeführten Tätigkeit. Bei korrekt eingestellter Sitz- und Tischhöhe sollten die Schultern entspannt bleiben und die Ellenbogen beim Sitzen einen natürlichen Winkel von etwa 90–120° bilden.

Für einen üblichen Arbeitstisch mit einer Höhe von etwa 72–78 cm eignet sich in der Regel ein standardmäßiger drehbarer Arbeitsstuhl mit einer Sitzhöhe von ungefähr 40–55 cm. Für einen erhöhten Arbeitstisch, eine Theke oder eine Montagelinie mit einer Höhe von 90–110 cm kann ein hoher Arbeitsstuhl mit einer Sitzhöhe von etwa 60–85 cm geeigneter sein.
Wenn der Benutzer in der eingestellten Position mit den Füßen den Boden nicht erreicht, sollte der Stuhl zusätzlich mit einem Fußring oder einer anderen stabilen Fußstütze ausgestattet sein.
Wenn sich mehrere Mitarbeiter einen Arbeitsplatz teilen oder der Stuhl im Schichtbetrieb eingesetzt wird, wählen Sie ein Modell mit einem möglichst großen Verstellbereich der Sitzhöhe. So kann jeder Benutzer den Stuhl an seine individuelle Körpergröße anpassen. Praktisch ist ein Unterschied zwischen minimaler und maximaler Sitzhöhe von etwa 15–25 cm.
Wenn der Benutzer bei einem hohen Arbeits- oder Laborstuhl nicht mit der gesamten Fußfläche den Boden erreicht, muss eine stabile Fußstütze vorhanden sein. Eine geeignete Lösung ist ein Arbeitsstuhl mit Fußring. Dieser unterstützt die Füße, reduziert den Druck der vorderen Sitzkante auf die Unterseite der Oberschenkel und trägt zu einer stabileren Arbeitsposition bei.
Eine stabile Fußstütze ist besonders bei präzisen Montagearbeiten, Laborarbeiten, Produktkontrollen oder feinen manuellen Tätigkeiten wichtig.
Prüfen Sie bei der Auswahl eines hohen Arbeitsstuhls nicht nur den Verstellbereich der Sitzhöhe, sondern auch, ob ein Fußring vorhanden ist und ob sich dessen Höhe separat einstellen lässt. Der Standarddurchmesser eines Fußrings beträgt etwa 40–45 cm. Idealerweise sollte er in einem Bereich von etwa 15–35 cm über dem Stuhlgestell höhenverstellbar sein.
Das Material eines Arbeitsstuhls beeinflusst nicht nur den Sitzkomfort, sondern auch seine Lebensdauer und den Pflegeaufwand. Ein Material, das sich für saubere Arbeitsbereiche eignet, muss in einer staubigen Werkstatt nicht unbedingt bestehen. Umgekehrt bietet eine besonders widerstandsfähige und leicht abwaschbare Oberfläche möglicherweise nicht denselben Komfort wie eine weiche Polsterung.

Wählen Sie das Material von Sitzfläche und Rückenlehne daher auch nach der Art der Umgebung, der Nutzungsintensität und der täglichen Sitzdauer aus.
PUR-Arbeitsstühle beziehungsweise Arbeitsstühle aus Polyurethan eignen sich für anspruchsvollere, staubige und leicht verschmutzende Arbeitsbereiche. Der geschäumte Polyurethanwerkstoff hält üblichen mechanischen Belastungen gut stand. Seine glatte, porenfreie Oberfläche lässt sich leicht reinigen, abwaschen und desinfizieren. Diese Stühle eignen sich besonders für Werkstätten, Produktionsbereiche, Servicebetriebe und Montagearbeitsplätze.
Arbeitsstühle aus Kunststoff sind leicht, einfach zu transportieren und beständig gegen Feuchtigkeit. Die porenfreie Oberfläche lässt sich schnell reinigen und nimmt Verschmutzungen weniger leicht auf als textile Polsterungen. Sie eignen sich beispielsweise für Verpackungsbereiche, Betriebsräume oder Arbeitsplätze mit häufigerem Kontakt zu Wasser.
Arbeitsstühle aus Holz stellen eine einfache, robuste und preisgünstige Lösung dar. Sitzfläche und Rückenlehne aus lackiertem Sperrholz lassen sich leicht von Staub, Spänen und üblichen Betriebsverschmutzungen reinigen. Traditionelle Arbeitsstühle aus Holz eignen sich besonders für Tischler- und Mechanikerwerkstätten, Montagebereiche oder Fachunterrichtsräume.
Arbeitsstühle aus Kunstleder verbinden eine weiche Polsterung mit einer einfachen Pflege. Die glatte Oberfläche lässt sich unkompliziert abwischen und eignet sich daher für sauberere Arbeitsbereiche, Labore, Behandlungsräume oder Kontrollarbeitsplätze. Vor dem Einsatz in Bereichen mit Ölen, Chemikalien oder Desinfektionsmitteln sollte die Beständigkeit des jeweiligen Bezugs geprüft werden.
Gepolsterte Arbeitsstühle bieten den höchsten Komfort bei längerem Sitzen. Der Stoffbezug ist atmungsaktiv, angenehm im Kontakt und bietet einen guten Wärmekomfort. Im Vergleich zu Stühlen aus PUR, Kunststoff oder Holz sind gepolsterte Modelle jedoch schwieriger zu reinigen, nehmen Staub und Verschmutzungen leichter auf und eignen sich daher nicht für feuchte oder stark verschmutzte Arbeitsbereiche. Am besten sind sie beispielsweise für Kontrollarbeitsplätze oder saubere Montagebereiche geeignet.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines Arbeitsstuhls auch, wie häufig sich der Mitarbeiter während seiner Schicht bewegt und ob er Bewegungsfreiheit oder eine stabile Arbeitsposition an einem festen Platz benötigt. Wenn er sich häufig entlang eines Arbeits- oder Montagetisches oder zwischen mehreren Bereichen des Arbeitsplatzes bewegt, sind Arbeitsstühle und Arbeitshocker mit Rollen eine geeignete Wahl.
Wählen Sie die Rollen passend zum Bodenbelag und zur Nutzungsintensität aus:
Wenn bei der Arbeit Stabilität an einem festen Platz wichtiger ist als leichtes Verschieben, wählen Sie einen Arbeitsstuhl mit Gleitern. Gleiter reduzieren unerwünschte Bewegungen des Stuhls und eignen sich besonders für präzise Montagearbeiten, Produktkontrollen oder Tätigkeiten an einem festen Arbeitsplatz.
Bei hohen Arbeitsstühlen empfehlen wir Gleiter besonders dann, wenn die Tätigkeit kein häufiges Verschieben erfordert. Sie bieten mehr Stabilität beim Hinsetzen, Aufstehen und während der Arbeit.
Ein Arbeitsstuhl für Werkstatt oder Produktion muss über eine stabile Konstruktion verfügen, die den täglichen Belastungen standhält und dem Benutzer den erforderlichen Halt bietet. Planen Sie bei der Belastbarkeit daher immer eine ausreichende Reserve ein. Für gemeinsam genutzte Arbeitsplätze und eine intensive Nutzung empfehlen wir Stühle mit einer Belastbarkeit von mindestens 120 kg.
Ein wichtiger Parameter ist auch das Material des fünfarmigen Fußkreuzes:
Achten Sie bei hohen Arbeitsstühlen auch auf die Breite des Fußkreuzes. Ein ausreichend breites Fußkreuz trägt zusammen mit dem Fußring zur Stabilität beim Hinsetzen, bei Positionswechseln und während der Arbeit bei.
Orientieren Sie sich bei der Auswahl nicht ausschließlich an der maximalen Belastbarkeit. Berücksichtigen Sie auch das Material des Fußkreuzes, die Qualität der Mechanik und die empfohlene Nutzungsintensität.
Auch die Form und Größe der Sitzfläche haben einen wesentlichen Einfluss auf den Komfort bei der Arbeit. Die Sitzfläche eines Arbeitsstuhls sollte ausreichend Platz bieten, darf jedoch nicht zu tief sein, damit ihre Vorderkante keinen Druck auf den Bereich unterhalb der Knie ausübt.
Bei üblichen Arbeitsstühlen kann als Orientierung mit einer Sitzbreite von 45–50 cm und einer Sitztiefe von 40–45 cm gerechnet werden. Zwischen der Vorderkante der Sitzfläche und der Kniekehle sollten nach dem Hinsetzen etwa 5 cm Freiraum bleiben, also ungefähr eine Faustbreite.
Wählen Sie die konkrete Sitzlösung passend zur Art der Tätigkeit und zur täglichen Sitzdauer:
Wählen Sie für längeres Sitzen einen Arbeitsstuhl mit ausreichend breiter Sitzfläche und Rückenlehne. Für kürzere und bewegungsintensivere Tätigkeiten kann ein Arbeitshocker, ein Sattelmodell oder eine Stehhilfe praktischer sein.
In der elektrotechnischen Produktion, bei der Reparatur von Elektronik oder in Laboren mit empfindlichen Geräten sollten Sie einen ESD-Arbeitsstuhl oder ESD-Hocker wählen. Dieser hilft, elektrostatische Ladungen über leitfähige Konstruktionsteile und geeignete Rollen oder Gleiter in den ESD-Boden abzuleiten.
Prüfen Sie bei der Auswahl, ob das jeweilige Modell tatsächlich für ESD-Arbeitsplätze vorgesehen ist. Die bloße Bezeichnung „antistatisch“ muss für den Schutz empfindlicher Elektronik nicht ausreichend sein. Ein ESD-Arbeitsstuhl muss Bestandteil eines korrekt geplanten und geerdeten ESD-Arbeitsplatzes sein. Allein bietet er keinen vollständigen Schutz vor elektrostatischen Entladungen.
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Sind Sie sich bei der Auswahl noch nicht sicher? Wir beraten Sie gerne bei der Wahl des passenden Arbeitsstuhls und der erforderlichen Parameter, beispielsweise der Sitzhöhe, der Art der Rollen oder Gleiter sowie der ESD-Ausführung für den jeweiligen Arbeitsplatz. Kontaktieren Sie unseren Kundenservice:
Die Sitzhöhe sollte an die Höhe des Arbeitstisches, der Maschine oder der Montagefläche angepasst werden. Bei einer korrekten Einstellung bleiben die Schultern entspannt und die Ellenbogen bilden einen natürlichen Winkel von etwa 90–120°.
Ein Fußring eignet sich für hohe Arbeitsstühle, wenn der Benutzer die Füße nicht vollständig auf dem Boden abstellen kann. Er unterstützt die Füße und trägt zu einer stabileren Arbeitsposition bei.
Für staubige und leicht verschmutzende Arbeitsbereiche eignen sich insbesondere Arbeitsstühle aus PUR, Kunststoff oder Holz. In saubereren Bereichen können Kunstleder- oder gepolsterte Modelle gewählt werden, die bei längerem Sitzen mehr Komfort bieten.
Rollen sind praktisch, wenn sich der Benutzer häufig entlang des Arbeitstisches oder zwischen mehreren Bereichen des Arbeitsplatzes bewegt. Gleiter bieten mehr Stabilität und eignen sich besonders für präzise Arbeiten oder hohe Arbeitsstühle.
Ein ESD-Arbeitsstuhl ist für die elektrotechnische Fertigung, die Reparatur elektronischer Geräte und andere Arbeitsplätze mit empfindlichen Bauteilen vorgesehen. Er hilft, elektrostatische Ladungen abzuleiten, muss jedoch Teil eines korrekt geplanten und geerdeten ESD-Arbeitsplatzes sein.
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